Ein stiller Abschied, der die Schachwelt bewegt

Du hast vielleicht schon einmal vom legendären Engagement gehört, das einzelne Persönlichkeiten an den Tag legen, um ihrer Leidenschaft einen ganz besonderen Ausdruck zu verleihen. Schach ist eine faszinierende Welt, die durch ihre Vielfalt, ihre Strategie und ihren Wettbewerbsgeist besticht. Nun hat uns die traurige Nachricht erreicht, dass eine herausragende Persönlichkeit, die im Schachleben jahrzehntelang aktiv war, für immer von uns gegangen ist. Es ist Zeit, seine Geschichte zu würdigen und dabei ein Licht auf einige Aspekte seines Wirkens zu werfen, die ihn in den Augen vieler zu einem Unikat gemacht haben.

Die Persönlichkeit hinter dem Namen

Erinnerst du dich an Menschen, die ihren eigenen Weg gehen und sich dennoch mit all ihrer Kraft in den Dienst einer größeren Gemeinschaft stellen? Genau so ein Mensch war Kurt Ewald, der im Januar 2025 im Alter von 93 Jahren verstarb. Vielleicht hast du noch nie von ihm gehört, aber seine Geschichte ist ein wunderbares Beispiel dafür, wie leidenschaftliches Engagement den Schachkosmos über viele Jahrzehnte hinweg bereichern kann.

Geboren wurde er ursprünglich im Westen Deutschlands, wo er schon früh den Weg zum Schach fand. Als junger Mensch bemerkte er schnell, wie sehr ihm diese Mischung aus Taktik, Geistesblitzen und Kreativität lag. Aus dieser Begeisterung erwuchsen schon bald die ersten offiziellen Verantwortungsbereiche in Jugendgruppen und Schachvereinen, wo er sich engagierte und half, die Zukunft der jungen Spieler zu gestalten. Diese Phase legte den Grundstein für alles, was in den darauffolgenden Jahrzehnten folgte.

Ein Herz für Problemschach

Interessant ist vor allem, dass er im Laufe seines Lebens nicht nur die Liebe zum Partie-Schach pflegte, sondern sich auch für das Problemschach begeisterte. Hier geht es darum, kunstvolle Stellungen zu komponieren, in denen eine bestimmte Aufgabe zu lösen ist − etwa das Mattsetzen in einer festgelegten Anzahl von Zügen. Für Außenstehende klingt das vielleicht zunächst hochspezialisiert, aber in der Praxis steckt darin ein ganz eigener Zauber, der zum Entdecken und Tüfteln einlädt. Genau für dieses Problemschach setzte sich Kurt Ewald jahrzehntelang mit Leidenschaft ein. Er war bestrebt, der Community eine starke Stimme zu geben, damit dieses oft unterschätzte Feld einen festen Platz in der Welt des organisierten Schachs behielt.

Während seiner vielen Jahre im Schach schrieb er selbst zahlreiche Aufgaben, von denen viele in verschiedenen Schachzeitschriften veröffentlicht wurden. So entstand eine beeindruckende Sammlung von über 400 Kompositionen, die sein Können auf diesem Gebiet eindrucksvoll unter Beweis stellen. In späteren Jahren fasste er einen Teil seiner Kreationen sogar in einem Buch zusammen, um sie mit Gleichgesinnten zu teilen und die Freude an diesem Zweig des Denksports zu fördern.

Funktionärsarbeit und Auszeichnungen

Neben seiner kreativen Schaffenskraft gab es eine weitere große Säule seiner Schachlaufbahn: die Funktionärsarbeit. Oft bilden gerade diese organisatorischen Kräfte das Rückgrat von Vereinen, Verbänden oder Initiativen. Wer selbst schon einmal in irgendeiner Form ehrenamtlich tätig war, weiß genau, wie viel Herzblut und Zeit hier investiert wird. Obwohl sich vieles hinter den Kulissen abspielt, sind eben diese Menschen unentbehrlich, damit Turniere, Versammlungen und Jugendarbeit reibungslos funktionieren.

In diesem Sinne übernahm Kurt Ewald diverse Positionen – angefangen in kleinen, jungen Vereinen bis hin zu hochrangigen Gremien in regionalen und überregionalen Schachorganisationen. Er war mehrfach Vorsitzender oder Vizepräsident, leitete Versammlungen und diente als Delegierter vieler wichtiger Gremien. Mit fortschreitender Zeit würdigten verschiedene Organisationen sein Wirken durch Ehrungen: Von Ehrennadeln in Silber und Gold bis hin zum Ehrenmitglied und Ehrenpräsidenten gab es wohl kaum eine Auszeichnung, die er nicht erhielt. Diese Anerkennung trifft man nicht oft an, sie war jedoch in seinem Fall mehr als verdient.

Ein Abschied im hohen Alter

Nun hat ein erfülltes Leben sein Ende gefunden. Am 14. Januar 2025 starb er infolge einer schweren Lungenentzündung, die nach einer Corona-Erkrankung auftrat. Der Verlust ist für seine Weggefährten und die Schachgemeinschaft besonders schmerzlich, weil er bis zuletzt aktiv war und noch immer Pläne hatte. Seine tiefe Verbundenheit zu Turnieren, zum Problemschach und zum gemeinnützigen Austausch wird vielen in Erinnerung bleiben. Seine humorvolle, umsichtige und doch energische Art war über viele Jahre hinweg ein Ansporn für jüngere Spieler und Spielerinnen – ein Leuchtturm, der zeigte, was möglich ist, wenn man sich einer Sache ganz und gar verschreibt.

Die letzten Termine rund um die Beisetzung zeigen, dass sich sein Abschied ganz in der Nähe seiner langjährigen Heimat vollzieht. Am 10. Februar 2025 sollen seine Urne und seine Erinnerungen an ein bewegtes Leben beigesetzt werden. Diese Zeremonie findet auf dem Friedhof an der Hanfelder Straße statt. Wer sich auf den Weg dorthin macht, sollte unbedingt beachten, dass es in dieser Gegend mehrere Friedhöfe gibt und man sich an der richtigen Adresse orientieren muss, um nicht versehentlich am falschen Ort zu landen.

Der Verlust für die Schachwelt

Dass Schach nicht nur ein Brettspiel ist, wird an Persönlichkeiten wie Kurt Ewald deutlich. Schach kann zu einer Lebenseinstellung werden, zu einem Mikrokosmos voller Bekanntschaften, gemeinsamer Erfahrungen und gemeinsamer Ziele. Man lernt, dass ein ehrgeiziges Vorhaben – egal, ob auf dem Schachbrett oder in der Vereinsarbeit – Mut, Strategie und Zusammenhalt erfordert. Verabschiedet sich eine solch tragende Figur, hinterlässt sie eine Lücke. Doch zugleich ist die Erinnerung an ihre Taten ein unvergängliches Erbe, das motiviert und inspiriert.

Gleichzeitig wird klar, wie facettenreich die Welt des Schachs ist. Die meisten denken sofort an Turniere mit Zeitkontrolle, an spektakuläre Duelle zwischen Weltklassespielern oder an den Spaß eines Schachabends mit Freunden. Doch abseits davon gibt es den Bereich des Problemschachs, des Fernschachs und andere kreative Spielarten, für die Leute wie Kurt sich einsetzen und die das Schach noch bunter machen. Durch sein Wirken bleibt dieser Teil des Spiels lebendig und wird auch in Zukunft neue Enthusiasten anziehen.

Verwobene Lebenswege und Ausblick

Wenn du selbst im Schach aktiv bist, hast du bestimmt schon einmal Menschen erlebt, für die das Spiel mehr bedeutet als nur ein Zeitvertreib. Sie lehren dich, dass jeder Zug Konsequenzen hat, dass du Geduld und Weitsicht brauchst und dass dich am Ende jede Partie auch ein bisschen über dich selbst lehrt. All das war für Kurt Ewald stets eine Quelle der Inspiration. Er verkörperte das Bild eines Schachfreundes, dessen Alltag und Lebensfreude durch

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